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www.hl-live.de, 2006-06-27
»DSL bis Ende des Jahres in ganz Lübeck« Nach einem Bericht auf www.hl-live.de wird die T-Com auch die bislang nicht DSL-versorgten (Glasfaser-) Stadtteile Lübecks, ähnlich wie in Cuxhaven, mittels Outdoor-DSLAMs aufrüsten.
Link: http://www.hl-live.de/aktuell/text.php?id=22840
Diese Umrüstung von, lt. Artikel, »rund 90 Vermittlungskästen« in Lübeck jetzt, ab Mitte 2006, ist ähnlich unerklärlich wie die fast zeitgleich bekanntgegebenen Erweiterungen in Cuxhaven. Noch Ende März 2005, vor also grade 15 Monaten, wies die T-Com jegliches Ansinnen auf einen DSL-Überbau für die Glasfasergebiete als zu teuer vehement von sich: »Inzwischen gibt es eine Möglichkeit auch diese
Vermittlungsstellen umzubauen — aber nur im Osten Deutschlands. Die im
Westen notwendige Technik "HYTAS" sei "exorbitant teuer". Zurzeit teste
die T-Com das System bei Köln. Der Aufwand sei enorm, da alles per Hand
eingerichtet werden müsse. Ab Mai werde die Wirtschaftlichkeit
überprüft. [...] Hoffnung kann der T-Com Sprecher den Lübeckern keine machen. Die teure
Technik werde nur dort eingesetzt, wo sie sich später auch rentiert.
Das entscheide die Marktforschung der Telekom.« (Quelle: Artikel auf HL-Live.de vom 30.03.2005).Man darf sich fragen, was die T-Com bewogen haben mag, neben der Hansestadt Lübeck, wo ein signifikanter Teil der rd. 200.000 Einwohner durch die DSL-untaugliche Glasfaserinfrastruktur bislang auf analoges Modem oder ISDN angewiesen war, auch die vierfach kleinere Stadt Cuxhaven mit ihren gut 50.000 Einwohnern plötzlich auf die Liste der Outdoor-DSLAM-Ausbaustädte zu setzen. Da schon in Cuxhaven rd. 60 Outdoor-DSLAMs aufgebaut werden müssen, fällt es schwer, die wirtschaftliche Begründung zu finden. Oder sollten Cuxhaven wie auch Lübeck gar zu den neuen »VDSL-Städten« geschlagen worden sein, in denen die Deutsche Telekom ihre Glasfaserinfrastruktur als Basis für das neue Hochgeschwindigkeitsdatennetz mit bis zu 50 MBit/sec verwenden möchte -- vorzugsweise vom lästigen Wettbewerb befreit? Weitere Gemeinsamkeit beider Städte: in Lübeck hat sich mit den Stadtwerken Lübeck schon ein Anbieter gefunden, der eigene DSL-Infrastruktur auch in den T-Com-Glasfaserwüsten, aufbaut -- für Cuxhaven hatte sich mit i-publicSpot ein Funkanbieter gefunden (dem der T-Com-Ausbau den letzten Rest an wirtschaftlicher Geschäftsgrundlage entziehen dürfte) ...
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