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Pressemitteilung des Projekts »kein-DSL«, 2008-05-04
kein-DSL veröffentlicht deutschlandweiten Breitbandbedarfsatlas
Im April 2008 soll in bis zu 2.500 deutschen Gemeinden gar keine
oder eine unzulängliche Breitbandversorgung bestehen. Bis zu sechs
Millionen Menschen bleiben damit ohne Chance auf schnelle
Internetzugänge. Selbst wenn man konservativere Schätzungen zugrunde
legt, muss man von 800 bis 1.000 betroffenen Gemeinden und bis zu einer
Million Menschen ausgehen. Wenn sich die Bestellung eines
Breitbandanschlusses alles andere als Allerweltsvorgang entpuppt,
sollen Informationen über Alternativen bereit stehen. Mit dieser
Absicht wurde vor drei Jahren der Breitbandatlas des Bundesministeriums
für Wirtschaft und Technologie (BMWi) ins Internet gestellt. Doch auch
in seiner aktuellen Auflage ist er für abschlägig beschiedene
Breitbandinteressenten nicht wirklich brauchbar. Genau wie die
Versorgungskarten vieler Telekommunikationsanbieter zeichnet er ein
Verfügbarkeitsbild, das die vor Ort Betroffenen häufig als unzutreffend
schildern. Ein zutreffendes Bild der Unterversorgung zeichnet hingegen der
neue deutschlandweite Breitbandbedarfsatlas der Interessengemeinschaft
kein-DSL (www.kein-dsl.de). Denn unter www.Schmalbandatlas.de
können Breitbandinteressenten ihre Breitbandnachfrage und die
gewünschte Bandbreite eintragen. Auch wenn bereits sog.
Breitbandzugänge wie DSL light bestehen, deren Geschwindigkeit als zu
langsam empfunden wird, wird dies erfasst. Die Webseite bereitet die
Nachfrage auf und bildet diese auf einer Landkarte ab. So entsteht ein
Bild der wirklich bestehenden Unterversorgung. Durch Bildung von
Nachfragehäufungen werden diese Regionen attraktiv für Anbieter.
Gerade mittelständische Anbieter suchen ihre Chance, zügig in
unversorgten Bereichen eine Infrastruktur zu errichten. Dazu bedarf es
der zuverlässigen Information über die vor Ort bestehende Nachfrage. So
kann der Atlas zum bedarfsgerechten Ausbau von breitbandigen
Internetzugängen in Deutschland beitragen. Darüber hinaus führt kein-DSL eine Datenbank insbesondere
mittelständischer Anbieter von Breitbandzugängen. Im Bedarfsatlas kann
man sich anzeigen lassen, wo diese Anbieter ihre Angebote zur Verfügung
stellen. Anders als der Breitbandatlas des BMWi zeigt der Atlas von
kein-DSL gerade die Lösungen kleiner und mittlerer Unternehmen, die oft
bereits bei 20..30, mitunter sogar weniger Nachfragern bereit sind,
Breitbandzugänge zum Internet aufzubauen. Dies eröffnet regionalem
Engagement für eine Breitbandlösung auch die Möglichkeit zur
Kontaktaufnahme mit Anbietern "aus der Nachbarschaft" oder zum
Erfahrungsaustausch über einen Anbieter bzw. dessen Breitbandangebot. Tragen Sie Ihren Breitbandbedarf und Ihren Bandbreitenwunsch ein: www.Schmalbandatlas.de
-- www.kein-DSL.de - Die Interessengemeinschaft der Schmalbandgeplagten. Seit 2003 die bedeutendste unabhängige Instanz im Internet zur Breitbandunterversorgung: Plattform zum Austausch Betroffener, wirkungsvolle Unterstützung regionaler Initiativen, Informationen und Tipps zu Technologie- und Anbieteralternativen.
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